Was ist mySQL?  nach oben

mySQL ist ein Datenbank-Management-System, das besonders gut für die Nutzung im Internet geeignet ist. MySQL wird seit 1996 im Internet und in vielen tausend Unternehmen genutzt. Es ist vergleichsweise schnell und zuverlässig. Die Daten können mit dem internen SQL-Befehlssatz verwaltet werden. Keine andere Datenbank hat sich in den letzten Jahren so schnell verbreitet wie MySQL . Es ist Multi-User- und Multi-Tasking-fähig, bewältigt auch große Datenmengen schnell und läuft vergleichsweise stabil. Es kann auf großen Netzwerke n, aber auch auf einem einzelnen PC betrieben werden. MySQL besteht - wie andere Datenbanksysteme auch - aus Datenbanken, die Tabellen und Hilfsdaten enthalten. Daneben gibt es Werkzeuge zum Bearbeiten der Daten. Dazu gehören der MySQL-Monitor und phpMyAdmin. MySQL verfügt außerdem über einen Befehlssatz, der dem der Standard-Datenbank-Abfragesprache SQL sehr ähnlich ist. MySQL kann zudem als Open-Source-Distribution aus dem Internet bezogen und entsprechend genutzt werden.

Was kann mySQL?  nach oben

mySQL kann Daten in Tabellen verwalten, anzeigen, speichern, ändern. Das kann es sehr gut, aber sonst kann es nichts. Dagegen sind andere Aufgaben, wie z.B. die grafische Anzeige und Aufbereitung der Daten nicht mit mySQL lösbar, dazu gibt es andere Software, die man gut mit MySQL verknüpfen kann, sehr gut geeignet ist z.B. PHP .

Wie setzt man mySQL ein?  nach oben

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Befehle auszuführen: Kommandozeilen-orientiert im MySQL-Monitor, als Script (durch Start einer *.sql-Datei) oder mit Hilfe der grafischen Benutzeroberfläche php MySQL Admin (dazu unten mehr). Effektiver ist es allerdings, die Befehle in höhere Programmiersprachen einzubetten. Prädestiniert dafür ist PHP , mit dem man dynamische WebSites erzeugen kann. PHP enthält eine Reihe von speziellen Funktionen für MySQL-Datenbanken. Eine andere Möglichkeit ist, Microsoft-Access-Anwendungen mit mySQL-Tabellen zu verknüpfen. Dann steht der volle Funktionsumfang von Access zur Verfügung. Dieses Verfahren ist für Anwender geeignet, die mit MS Access gut vertraut sind, aber die höhere Geschwindigkeit von mySQL nutzen wollen.
Die Installationssoftware für mySQL steht zum Download bereit, z.B. unter http://www.mysql.com/downloads/.

Wie funktioniert mySQL?  nach oben

MySQL funktioniert als Client-Server-System. Dabei ist die jeweilige Datenbank der Server. Die Software auf der Client-Seite (z.B. der MySQL-Monitor oder eine PHP-Anwendung) stellen die Verbindung zum Server her. Sie schicken Aufträge an die Datenbank in Form von Befehlen, deren Syntax weitgehend identisch mit ANSI-SQL ist. ANSI-SQL ist die Standard-Version von SQL. SQL (Structured Query Language) ist ein Befehlssatz zum Bearbeiten von Daten in relationalen Datenbanken. Die Datenbank übersetzt die Befehle intern in ausführbaren Code und führt diesen dann - sofern es möglich ist - aus. Dann sendet sie die generierten Informationen an den Client zurück. Diese Informationen können die Datenauszüge aus einer Tabelle sein oder die Meldung, dass ein Befehl ausgeführt wurde oder auch eine Fehlermeldung, wenn der Befehl nicht ausgeführt werden konnte. SQL bezieht sich immer auf Tabellen. SQL-Befehle können Zeilen in Tabellen anzeigen, ändern, hinzufügen oder löschen. Daneben kann SQL auch die Struktur der Tabellen ändern, Beziehungen und Indizes anlegen oder löschen und Benutzer verwalten. Das war auch schon alles, was SQL kann.
Der Client nimmt die Datenbank nur als eine Sammlung von Tabellen wahr. Physisch werden MySQL-Datenbanken aber als eine Sammlung von binär verschlüsselten Dateien gespeichert, die nur mit Hilfe von MySQL-Werkzeugen sinnvoll bearbeitet werden können. So ist auch die nötige Sicherheit gewährleistet. In einer MySQL-Umgebung können beliebig viele separate Datenbanken gespeichert sein. Zudem hat MySQL praktisch alle Features eines modernen Datenbank-Management-Systems, wozu z.B. Multiuser- und Multithread-Fähigkeit, ein flexibles aber leicht verwaltbares Berechtigungskonzept auf Host-, DB-, User- Tabellen- und sogar Spalten-Ebene, Indizes, Primary und Foreign Keys, Passwordschutz und - bei geeigneter Konfiguration - hohe Performance auch bei großen Datenmengen gehören.

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