Site einrichten  nach oben

Spätestens vor der Veröffentlichung der einzelnen Webseiten gilt es, eine Website innerhalb von Dreamweaver anzulegen. Wer mit Dreamweaver komplexere Web-Projekte abwickeln möchte, wird dies sogar als aller ersten Schritt machen wollen, um nützliche Funktionen wie die automatische Aktualisierung von Hyperlinks bei Verschiebung von Dateien nutzen zu können.

In jedem Fall nutzt man den Menüeintrag "Site" und dort den Befehl "Sites verwalten". Der kleine Dialog, der sich dann öffnet, bietet eine Auswahl "Neu" mit den Optionen "Site" oder "FTP & RDS Server". Wenn man keine lokale Site anlegen will, sondern immer direkt auf dem Server arbeitet, kann die Option "FTP & RDS Server" genutzt werden. In der Regel empfiehlt sich aber die lokale Entwicklung und das spätere Ablegen der Dateien auf einen Server. Wir wählen deshalb an dieser Stelle die Option "Site". Es erscheint ein Dialogfenster namens "Site - Definition", die in mehreren Schritten erfolgt.

Im ersten Schritt benennt man seine Website. Dreamweaver nutzt diesen Namen auch für den lokalen Ordner, der für die Dateien der Website angelegt wird. Drückt man auf "Weiter", kommt es zur Entscheidung, ob Servertechnologien eingesetzt werden sollen oder nicht. Im Gegensatz zum vorherigen Kapitel verneinen wir nun diese Frage.

Der dritte Schritt fragt nochmals explizit, ob man lokal entwickeln möchte oder direkt auf dem Server. Antwortet man "Über lokales Netzwerk direkt auf dem Server bearbeiten", muss man den Netzwerkpfad eintragen. Ansonsten entwickelt man lokale Dateien und stellt diese später auf dem Server bereit. Dann erfragt Dreamweaver den lokalen Stammordner für die Site.

Hier sei bemerkt, dass mit der Erstellung einer Site das Dateien-Bedienfeld aktualisiert wird, indem man dort den Site-Ordner und alle zugehörigen Dateien angezeigt bekommt. Dieses Dateien - Bedienfeld hat später für die Veröffentlichung und Aktualisierung der Site eine wichtige Rolle und bietet einen Überblick über die lokalen Dateien und die Dateien auf dem Server.

Hat man zuerst unter dem Register "Dateitest" des Dialogs "Site - Definition" keine Verbindung zum Remote-Server bestimmt, kann man dies unter "Site - Sites verwalten - Bearbeiten" nachholen. Wir wollen jetzt aber direkt eine FTP-Verbindung einrichten.

FTP - Verbindung  nach oben

In dem Dialog "Site-Definition" findet man die Register "Grundeinstellungen" und "Erweitert". Unter dem Reiter "Erweitert" sind die so genannten "Remote Informationen" zu finden, die die Einrichtung eines Server - Zuganges erlauben. Standardmäßig wird dies über FTP erfolgen, weshalb wir auch diesen Fall betrachten wollen. Von seinem Webhoster benötigt man einige Angaben, um die Einrichtung vornehmen zu können. Manche Webhoster bieten diese Informationen in ihrem Kundenbereich im Web. Andere warten darauf, eine diesbezügliche E-Mail Anfrage zu erhalten.

In jedem Fall benötigt man den Namen des FTP-Hosts, der im Zweifelsfall ftp.provider.de oder ftp.provider.com sein dürfte. Verschiedentlich wird ein bestimmter Host-Ordner als Startordner vorgeschrieben. Wichtig ist aber immer der Benutzername und das Passwort. Hat man diese Angaben in den Dreamweaver - Dialog eingetragen, kann man über eine Schaltfläche einen Verbindungstest machen.

Einrichtung der FTP - Verbindung zur Veröffentlichen einer Website
Darstellung: Einrichtung der FTP - Verbindung zur Veröffentlichen einer Website

Wichtig für eine erfolgreiche Verbindung ist die Auswahl von "Passiven FTP", "Secure FTP (SFTP)" oder einer Firewall, wenn dies die Servereinstellungen erfordern. Hier sollte man die notwendigen Information von seinem Provider erhalten und in Dreamweaver abbilden.

Publizieren und Aktualisieren  nach oben

Der hochtrabende Begriff Publizieren ist einerseits nichts anderes als das Hochladen der lokal erstellten Webseiten auf den Server, in der Regel unter Verwendung eines FTP-Zuganges. Andererseits ist es ein Veröffentlichen im wahrsten Sinne des Wortes, da man über Dreamweaver die Webseiten in kurzer Zeit über den Serverzugang im Internet präsentieren kann, von wo aus sie weltweit im Zugriff stehen. Aus diesem Grunde werden wir im nächsten Abschnitt das Thema "Qualitätssicherung der Website" (Rechtschreibung und Hyperlinks) näher ansehen.

Das Dateien - Bedienfeld
Darstellung: Das Dateien - Bedienfeld

Das erstmalige Publizieren und das spätere Aktualisieren einer Website ist relativ einfach dank der Funktionen von Dreamweaver. Ist die FTP-Verbindung erst einmal eingerichtet, kann man über das Dateien - Bedienfeld rechts von dem Dokumentenfenster über das "Stecker" - Symbol mit einen Knopfdruck Verbindung zu dem Webserver aufnehmen. In der "Lokalen Ansicht" sieht man im Explorer-Baum die Website mit allen zugehörigen Dateien. Zur Veröffentlichung markiert man den Siteordner und drückt das "Pfeil nach oben" - Symbol, und schon werden die Dateien hochgeladen, also dem Server zur Verfügung gestellt.

Zu beachten ist, dass die Webserver für die Startseite eine gewisse Bezeichnung erwarten, so dass sie über die URL direkt zu erreichen ist. Meist muss die Startseite Index.htm, index.html, index.php oder default.html heissen. Am besten befragt man auch hierzu den eigenen Provider.

Durch die Auswahl der "Remote Ansicht" kann man alle Dateien, die bereits auf dem eigenen Serverbereich liegen, sehen und auf Wunsch auch dort öffnen und bearbeiten. Das ermöglicht zum Beispiel das Aktualisieren einer bereits bestehenden Website. Allerdings empfiehlt sich ein Download über das "Pfeil nach unten" - Symbol der zu bearbeitenden Datei, die man davor einfach markiert. Man bearbeitet diese dann lokal und nutzt die Browser-Vorschau über "Datei - Vorschau im Browser" als Testmöglichkeit. Danach markiert man die Dateien wieder und drückt das "Pfeil nach oben" - Symbol für den Upload. Es ist wirklich sehr einfach und bequem, eine Site zu publizieren und zu überarbeiten. Deshalb macht es auch kaum Arbeit, seine Website aktuell zu halten, eine Anforderung, die man an jede Website stellen sollte.

Nach dem Download beziehungsweise Upload kann man die Verbindung zu dem Server einfach trennen, indem man wieder auf das "Stecker" - Symbol klickt.

Kontrolle von Rechtschreibung und Hyperlinks  nach oben

Wie bereits in dem vorherigen Abschnitt erwähnt, sollte man vor der Veröffentlichung einer Website nicht nur das Design und die reine Funktion im Auge behalten, die man sich bei der Browser-Vorschau ohne viel Aufwand ansehen kann. Es macht keinen professionellen Eindruck, wenn viele Rechtschreibfehler und tote Links auf einer Website zu finden sind, schon gar nicht auf einer eben erst publizierten Site.

Nun muss man weder den Duden auswendig beherrschen, noch alle Links, die externen eingeschlossen, ausprobieren. Auch dabei hilft Dreamweaver sehr zuverlässig. Die Rechtschreibprüfung, die natürlich nur Texte, nicht aber Text, der als Bild eingefügt wurde, testen kann, erreicht man unter dem Menüpunkt "Text - Rechtschreibung prüfen". Damit Dreamweaver aber auch von der richtigen Sprache ausgeht, sollte man zur Sicherheit unter "Bearbeiten" die "Voreinstellungen" ansehen. Es gibt dort ein Rechtschreibwörterbuch, für das man eine Sprache auswählen kann.

Die in der Website enthaltenen Hyperlinks unterzieht man einem Test mittels des Befehls "Site - Hyperlinks für die ganze Site prüfen". Die Ergebnisse dieser Prüfung findet man in direkter Nachbarschaft zu dem Eigenschaftsinspektor in dem Bedienfeld "Ergebnisse - Hyperlinkprüfer". Dort findet man auch das Register "Ergebnisse - Zielbrowserprüfung". Dort werden die Testergebnisse eingetragen, die bei einer Browser-Vorschau ermittelt werden.

Dreamweaver bietet eine umfassende Entwicklungsumgebung für statische und dynamische Webseiten und eine Unterstützung, die selbst unerfahrenere Webautoren zu sehr professionellen Webseiten verhelfen kann. Nach Ablauf der im Internet erhältlichen Testversion ist dieses Werkzeug nicht gerade billig zu erhalten. Wer allerdings nicht nur seine eigene Website einmal erstellt und kaum Änderungsbedarf hat, sondern eine sich häufig ändernde Website hat oder zahlreiche Websites pflegt, wird auf dem Markt kaum ein besseres Programm als Dreamweaver finden können. Diese Dokumentation konnte nur einen ersten Einblick in dieses mächtige Webentwicklungstool geben. Es lohnt sich aber, in die vielfältigen Funktionen tiefer einzusteigen.