Erstellung von HTML-Formularen  nach oben

Formulare sind bei vielen Internetusern und bei noch mehr Website-Anbietern sehr beliebt. Die gewünschten Daten werden gezielt abgefragt und erreichen den Empfänger in strukturierter Form.
Ob Kontaktformulare, Registrierungen für Newsletter oder Bestellformulare zur Einrichtung eines einfachen Online-Shops, sie alle können ohne großen Auswand in dem Web-Autorensystem Dreamweaver erzeugt werden. Wir wollen uns als Beispiel ein Formular zur Anforderung von Produktinformationen vornehmen.

Um nun das erste Formular in Dreamweaver zu erzeugen, öffnet man zuerst eine HTML-Datei mittels dem Menüpunkt "Datei - Neu - Einfache Seite - HTML" und wählt unter "Einfügen" die Option "Formular" und dort nochmals die Auswahl "Formular". In der Entwurfsansicht ist jedoch bisher nur ein rot gestrichelter Bereich zu sehen, sonst nichts. Leben kommt in das geplante Formular über die Formular-Eigenschaftsleiste unter dem Dokumentenfenster. Dort kann man nicht nur einen Namen für das Formular festlegen, sondern auch die Methode, mit der die eingegebenen Daten aus dem Formular ausgelesen werden soll.

Zur Auswahl stehen die Methoden POST, GET und Standard. POST bettet die Formulardaten in eine http-Anforderung oder eine E-Mail ein. GET fügt die Formulardaten an die URL an, die über das Formular angefordert wird. Standard übernimmt die vorhandenen Einstellungen des Browsers, in der Regel ist dies GET. Eine einfache Form der Datenübermittlung ist die POST -Methode unter Nutzung eines "mailto". Dazu trägt man im Eigenschaftsinspektor die Aktion "mailto: name@provider.com" ein, so dass man die eingetragenen Daten der User als E-Mail an seine Adresse bekommt.

Erstellung eines Formulars mit Textfeldern
Darstellung: Erstellung eines Formulars mit Textfeldern

Nun beginnt man mit dem Design des Formulars und fügt zum Beispiel Textfelder für die Adresse des Interessenten ein. Dies gelingt, indem man in den rot gestrichelten Bereich klickt und unter "Einfügen - Formular" die Option "Textfeld" auswählt. Das Eigenschaftsbedienfeld ändert sich erneut. Hier kann man die Länge, die Zeilenanzahl sowie den Anfangswert für das Textfeld einstellen. Der Anfangswert ist der Text, der zu Beginn in dem Textfeld steht und in der Regel zur Eingabe auffordert oder eine Erläuterung bietet. Mit einem Textfeld oder auch einer Vielzahl davon für die Adresse ist es alleine aber noch getan. Man braucht natürlich noch Schaltflächen. Diese findet man unter "Einfügen - Formular - Schaltflächen". Auch hierfür gibt es wieder eine Bedienfeldgruppe, in der man die Beschriftung sowie die auszulösende Aktion für die Schaltfläche aussuchen kann. Zur Wahl stehen die Aktionen "Abschicken", "Zurücksetzen" und "Keine". Die letzte Möglichkeit "Keine" klingt nicht sehr logisch, denn wofür sollte man dann eine Schaltfläche einfügen, wenn sie keine Aktion auslöst.

In Wirklichkeit ist die Auswahl "Keine" die Vorbereitung dafür, neben den Standardschaltflächen und Aktionen wie Versenden und Zurücksetzen eigene Schaltflächen und Reaktionen zu programmieren. Hierfür steht in Dreamweaver zum Beispiel JavaScript zur Verfügung. Die Möglichkeiten von JavaScript innerhalb des Programms Dreamweaver werden im nächsten Kapitel vorgestellt. Natürlich kann Dreamweaver auch JavaScript-Befehle einfügen, die die eingegebenen Formulardaten nach individuellen Vorgaben validieren.

Eine einfache Formulareingaben-Prüfung kann man implementieren, indem man ein Textfeld markiert, und unter dem Menüpunkt "Fenster" die Option "Verhalten" auswählt und dort "Formular überprüfen" anklickt. Die Auswahlmöglichkeiten sieht man erst, wenn man das große Plus-Zeichen drückt. Der sich öffnende Dialog erlaubt die Festlegung, ob es sich um ein Pflichtfeld handelt und welche Werte akzeptiert werden sollen ("Alles", "Zahl", "E-Mail-Adresse" oder "Zahl zwischen